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Der Abrichthobel, oder Abrichthobelmaschine dient zum abrichten von Brettern, Bohlen und Kanthölzern. Der Abrichthobel besteht aus dem zweigeteilten Abrichttisch, in dessen Mitte sich die Hobelwelle befindet. Man unterscheidet nach Art des Aufbaus in Keilleistenmesserwellen, Spiralmesserwellen und Tersa-Messerwellen. Um Unwuchten der Messerwelle zu vermeiden, muss jeder Satz von Hobelmessern aus gleich hohen und gewichtsgleichen Messern bestehen.

Der vordere Teil des Abrichthobels ist der höhenverstellbare Aufgabetisch, der hinter Teil wird Abnahmetisch bezeichnet, und ist nicht verstellbar. Der Abnahmetisch befindet sich auf der Höhe des Messerflugkreises, das heißt er ist genau so hoch, wie die Messer der Hobelwelle, während der Aufgabetisch mittels einer Verstellvorrichtung unter die Höhe des Messerflugkreises eingestellt werden kann. Der so erreichte Höhenunterschied zwischen Aufnahmetisch und Abnahmetisch bestimmt die Spanabnahme am Werkstück.

Ein auf der rechten Seite vom Bediener, am Abrichthobel montierter, und über beide Teile des Abrichttisches sich erstreckender schwenkbarer Hilfsanschlag dient dazu den Winkel der Flächen des Werkstücks in einen definierten Winkel zu bringen. Bei den meisten Abrichthobel ist der Winkel des Anschlags verstellbar, jedoch verwendet man meistens eine 90Grad Einstellung.

Damit der Benutzer vor Kontakt mit der rotierenden Hobelwelle geschützt ist befindet sich eine Messerwellenabdeckung hinter dem Anschlag, die meistens auch an diesem befestigt ist und eine vor dem Anschlag. Bei der vordere Messerwellenabdeckung gibt es verschiedene Ausführungen, die Hauptsächlich von dem Alter des Abrichthobels abhängen.

Die Schutzbrücke gehört zu dem sichersten Hobelwellenschutz, da sie die Welle immer abdeckt und sie nur freigibt, wenn man mit dem Werkstück an den Schutz anfährt.

Der Gliederschwingschutz wird durch die Kraft des Vorschubes mit dem Werkstück zur Seite geschwenkt, und gibt so die Hobelwelle frei. Ein Nachteil dieser Technik besteht darin, das breiteren Werkstücken die Hobelwelle frei geben, bevor sie von das Werkstück die Welle gedeckt.

Der Klappenschutz mit Flügelleiste besteht aus vielen, mit Scharnieren verbundenen Holzklappen, von denen soviel Holzklappen umgeklappt werden, bis man genügend Platz zwischen Klappe und Anschlag erhält um das Werkstück über die Messerwelle zu schieben. Da die Welle auf Werkstückbreite immer frei liegt zählt diese Variante zu der Unsichersten.

Üblicherweise sind die meisten Maschinen auf dem Markt ein Kombination von Abrichthobel und Dickenhobel.


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